Standpunkte

Der SPD-Ortsverein Pasing bezieht Stellung zu Themen, die Pasing bewegen. Anlässlich der Kommunalwahl 2014 haben wir unsere Standpunkte auch in einem übersichtlichen PDF zusammengefasst. Die Punkte im Einzelnen:

Kinder und Jugendliche

Symbol_KinderSo wie jetzt ein Platz zum Fußball-, Tischtennis- und Streetball- Spielen nördlich der Kaflerstraße im Würmgrünzug und wie der Dirtpark an der Silberdistelstraße entstanden ist, werden wir weiterhin versuchen, ähnliche Plätze für Kinder und Jugendliche in größeren Neubaugebieten wie dem östlich der Paul-Gerhardt-Allee einzurichten. Auch der Bau von professionellen Skateranlagen wie z.B. am neuen Metrogelände oder in der Eggenfabrik liegt uns besonders am Herzen. Hierzu werden wir auch zukünftig die Meinung der Kinder und Jugendlichen abfragen, wie es schon jetzt mehrfach in der von der SPD eingerichteten Kindersprechstunde des BA 21 geschieht. Kinder- und Jugendkultur, Kinder- und Jugendarbeit sowie entsprechende Einrichtungen sind uns besonders wichtig. Die Pasinger Fabrik soll weiterhin ein lebendiger Ort für Kinderkultur bleiben. Das Aquarium und das Café Klatsch sollen um eine dritte Einrichtung an der Paul-Gerhardt-Allee ergänzt werden. Gemeinsam mit den Trägern dieser Einrichtungen und auch den Streetworkern wollen wir das Netz für Kinder und Jugendliche in den nächsten Jahren noch enger spannen.

Kultur

Symbol_KulturDie Pasinger Fabrik, das Ebenböckhaus, das Pasinger Rathaus als Ausstellungsraum, die Pasinger Kulturvereine sowie Künstlerinnen und Künstler sollen noch mehr als bisher das Leben im Stadtteil prägen. Die Kooperationen der Kulturvereine und Kulturschaffenden sollen erweitert und weitere Orte für Kultur erschlossen werden. Wir werden weiterhin versuchen, ein Kino nach Pasing zu bekommen. Dies ist ein lang gehegter Wunsch vieler Pasingerinnen und Pasinger. Darüber hinaus wollen wir im ehemaligen Kopfbau an der Offenbachstraße sowie in der ehemaligen Kapelle des Alfons-Hoffmanns-Heims in der Agnes-Bernauer-Straße weitere Orte lebendiger Stadtteilkultur entwickeln.

Ortsbild und Denkmalschutz

Symbol_OrtPasinger Bürgerinnen und Bürgern ist es zu verdanken, dass wichtige und ortsbildprägende Gebäude erhalten wurden, wie z.B. der Bürkleinbahnhof, die Kuvertfabrik sowie das Wasserpumpenhaus. Wir setzen uns für einen konsequenten Denkmal- und Ensembleschutz, vor allem in den August-Exter-Kolonien, aber auch im Pasinger Zentrum ein. Neubauten sollen einem hohen architektonischen Anspruch genügen. Weiterhin fordern wir für das Pasinger Zentrum die Erstellung eines Konzepts für Werbemaßnahmen im öffentlichen Raum, damit die negativen Auswirkungen von zu viel Werbung und eines dadurch überlasteten Straßenraums frühzeitig verhindert werden.

Pasinger Bahnhof

Symbol_WegweiserWir halten es für sinnvoll, dass am Pasinger Bahnhof alle Verkehrsmittel verknüpft werden – der Fern- und Regionalverkehr der Bahn, die S-Bahn und die zukünftige U-Bahn, Busse, Trambahn und die Taxis sowie der Individualverkehr. Daher war auch die Verlängerung der Trambahn bis zum Bahnhof zusätzlich zum schon erfolgten Bau des Busbahnhofs westlich des Bahnhofs so wichtig. Die Wege zum Umsteigen werden auf diese Weise kürzer. Vor allem behinderte Menschen, aber auch Familien, Seniorinnen und Senioren profitieren davon.

Pasinger Zentrum

Symbol_BallDurch die „Pasing Arcaden“ wurde ein neuer Anziehungspunkt zum Einkaufen in Pasing geschaffen. Die Stärkung des Einzelhandels im Pasinger Zentrum ist uns besonders wichtig. Dies ist nur dadurch möglich, dass das Pasinger Zentrum eine hohe Aufenthaltsqualität erhält, mit Fußwegebeziehungen ohne störenden Verkehr im gesamten Innenbereich zwischen Bahnhof, Arcaden, Rathaus und Marienplatz. Hierzu standen in den letzten Jahren weitreichende bauliche Veränderungen an. Die Josef-Felder-Straße (als Nordumgehung „NUP“ bezeichnet) wurde Ende 2012 fertig gestellt. Dadurch kann der Durchgangsverkehrs aus der Landsberger- und großteils aus der Bodenseestraße herausgenommen werden und diese Straßen zurückgebaut werden. Bäckerstraße und Gleichmannstraße wurden zu einem „verkehrsberuhigten Geschäftsbereich“; der Bahnhofsplatz wurde zu einem Platz mit hoher Aufenthaltsqualität umgebaut, für den Rathausvorplatz erfolgt dies im Jahr 2014 und für den Marienplatz im Jahr 2015. Darüber hinaus bekommt das Pasinger Zentrum die Chance zu einer weitergehenden Aufwertung durch die Aufnahme Pasings in das Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“.

Schulen und Ganztagesbetreuung

Symbol_KulturPasing ist von jeher eine Schulstadt. Für die nächste Wahlperiode sehen wir einen großen Bau- und Sanierungsbedarf für die Pasinger Schulen. Zunächst muss so rasch als möglich die neue Grundschule in der Paul-Gerhardt-Allee gebaut werden, dass so insbesondere auch die Oselschule entlastet und ausreichend Ganztagsangebote für alle Schülerinnen und Schüler geschaffen werden können. Dazu gehört auch der Neubau des Kinderhauses mit dem Hort in der Oselstraße. Die Pasinger Gymnasien wurden teilweise schon saniert bzw. durch Neubauten ergänzt. In den kommenden Jahren muss insbesondere für das Karlsgymnasium ein neuer Turnhallentrakt mit räumlichen Ergänzungen für die Schule geschaffen werden. Aber auch alle anderen notwendigen Sanierungen müssen rasch umgesetzt werden. Für die Kindertagesbetreuung müssen noch fehlende Einrichtungen, gerade auch in den Neubaugebieten, zügig geschaffen werden. Die Kindertagesstätte in der Planegger Straße muss endlich durch den in der Verpflichtung stehenden Bauträger errichtet werden.

Seniorinnen und Senioren

Symbol_SeniorDie Mobilität für ältere Menschen in unserem Stadtbezirk muss weiter verbessert werden. Neubaumaßnahmen sollen konsequent barrierefrei erfolgen. Mit dem ASZ haben wir einen hervorragenden Anlaufpunkt für die ältere Generation in Pasing. Die häusliche Pflege muss weiterhin uneingeschränkt gewährleistet werden. Durch das Fritz-Kistler-Haus, das Alfons-Hoffmann-Haus und das neue Demenzzentrum in der Landsberger-Straße stehen drei stationäre Einrichtungen von hoher Qualität zur Verfügung, wenn unsere älteren Pasingerinnen und Pasinger diese benötigen. In den Neubaugebieten wollen wir, dass Wohnungen mit „Betreutem Wohnen“ geschaffen werden.

Sport und Vereine

Symbol_SportPasing hat zwei Bezirkssportanlagen, die durch die dort ansässigen Vereine mit großem Engagement gepflegt und organisiert werden. Wir wollen, dass unsere Sportvereine auch weiterhin durch die Stadt bestmöglich unterstützt werden. Dazu soll insbesondere in der Paul-Gerhardt-Allee noch eine große Sporthalle gebaut werden, um unseren Vereinen ortsnah Trainings- und Spielmöglichkeiten anbieten zu können. Wir streben an, dass gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern in Pasing jedes Jahr ein großes Sportevent in Pasing stattfindet. Alle unsere Pasinger Vereine brauchen Räume, in denen sie sich treffen können. Daher sollen alle Vereine durch das Sozial- und Kulturreferat und unsere sozialen und kulturellen Institutionen im Stadtteil unterstützt werden, dass sie ihre vielfältigen Aktivitäten in der Stadtteilkultur, in der Heimatpflege, im Sport und vielem mehr pflegen und entwickeln können.

U-Bahn / S-Bahn nach Pasing

Symbol_WegweiserWir setzen uns weiter für die baldige Fortführung der U-Bahn von Laim nach Pasing ein und fordern, dass die U-Bahn entweder die Gleise 1 und 2 des Pasinger Bahnhofs benutzen kann oder unterhalb dieser Gleise in den Bahnhof einfährt. Wir fordern aber auch die Bayerische Landesregierung als Alleinverantwortliche auf, endlich dafür zu sorgen, dass der S-Bahnverkehr auf der Stammstrecke ohne zusätzliche länger andauernde Störungen abläuft, daher fordern wir die sofortige Realisierung der zweiten S-Bahn-Stammstrecke zum Ostbahnhof. Nicht vergessen werden darf der S-Bahn-Anschluss in Laim an den Südring. Denn nur mit diesem Anschluss kann es kurzfristig gelingen, dass die S-Bahn aus der Stammstrecke ohne Kreuzung der Regionalschienengleise bei Bedarf in den Südring umgelenkt werden kann.

Umwelt

Symbol_BlumeDer Pasinger Stadtpark wird in den nächsten Jahren aufgewertet. Das von uns befürwortete Pflegewerk hat zum Ziel, den wertvollen historischen Bestand des Stadtparks fortzuentwickeln und für die Zukunft einen dauerhaft gesunden und artenreichen Gehölzbestand zu erhalten. Der Würm-Grünzug zwischen Bodensee- und Kaflerstraße wird überplant und zu einem Park mit Spielmöglichkeiten für Kinder, aber auch mit Aufenthaltsqualität für alle Altersgruppen gestaltet. Gegen unnötige Straßenbauprojekte wie die südlich von Pasing geplante Verlegung der Staatsstraße 2063 in die Frischluftschneise des Münchner Westens haben wir uns erfolgreich zur Wehr gesetzt. Somit bleibt ein beliebtes Naherholungsgebiet für das südliche Pasing erhalten.

Verkehr

Symbol_VerkehrWir verlangen geeignete Maßnahmen der Verkehrslenkung und Verkehrsberuhigung, die mit den Bürgerinnen und Bürgern abgestimmt werden sollen. Pasing darf nicht mehr als Zubringer-Parkplatz der Region missbraucht werden. Wir arbeiten aber auch weiterhin daran, dass die Bürgerinnen und die Bürger das Pasinger Zentrum aus ihren Wohngebieten heraus möglichst gut mit dem Bus, aber auch mit dem Fahrrad erreichen können, denn nur so können wir den Kfz-Verkehr im Zentrum und auch den Kohlendioxid-Ausstoß verringern. Wir wollen insgesamt einen Umbau des Verkehrs hin zu mehr öffentlichem Nahverkehr, zu mehr Fahrradwegen, mehr Bewegungsraum für Fußgängerinnen und Fußgänger. Insbesondere die Sicherheit für Kinder und Jugendliche steht für uns im Vordergrund. Die Nordseite des Pasinger Bahnhofs muss in den nächsten Jahren in Abstimmung mit den Bürgerinnen und Bürgern umgestaltet und auch vor Schleichverkehr geschützt werden. Alle möglichen Lärmschutzmaßnahmen werden von uns unterstützt.

Wohnungsbau

Symbol_HausWir unterstützen konsequent den Wohnungsbau. Auf dem Gebiet östlich der Paul-Gerhardt-Allee werden ab 2016 Wohnungen für 4000 Anwohner entstehen. Auf dem ehemaligen Güterbahnhofsgelände östlich der Offenbachstraße ist weiterer Wohnungsbau vorgesehen. Bei den Planungen zu diesen neuen Wohnungen fordern wir, dass diese Wohnungen familiengerecht und natürlich auch behinderten- und seniorengerecht gebaut werden, dass genügend Plätze für Kinder in Kindertageseinrichtungen in nächster Nähe vorhanden sind und dass genügend Grünanlagen sowie Spielplätze vorgesehen werden. Wohnungsbau wird hier nach dem Münchner Standard durchgeführt. Für den genossenschaftlichen Wohnungsbau fordern wir, dass weiterhin nach neuen Möglichkeiten gesucht wird, diesen verstärkt zu fördern. Denn nur genossenschaftlich geführte Wohnanlagen halten langfristig ihre Mieten auf einem vernünftigen bezahlbaren Niveau. Für beide neu zu bauende Wohngebiete wollen wir eine gute Anbindung mit dem ÖPNV und mit dem Rad an den Pasinger Bahnhof wie auch nach Laim, so dass die Kfz-Verkehrszunahme auf ein Minimum beschränkt werden kann.