Exter, Borst und Lipperheide – von der historisierenden Villencolonie II zum urbanen Wohnquartier

SPD Pasing
29
SEP

Mit diesem Interesse hatte niemand gerechnet. Trotz strömenden Regens nahmen mehr als 50 Interessenten an dieser Veranstaltung zum Denkmalschutz im SPD-Bürgerbüro in der Alten Allee teil. Wirken der Architekten August Exter und Bernhard Borst reichte der Platz im Bürgerbüro kaum aus. Neben der Entwicklung der Villenkolonie II erfuhren die Teilnehmer von den Umbrüchen in Architektur und Wohnungsbau in der Zeit um 1900 und damit über das Wirken von August Exter und Bernhard Borst.

Angela Scheibe-Jäger, Obermenzingerin und Geschichtsbegeisterte Bürgerin hat sich intensiv mit der Geschichte des Viertels und den Besonderheiten der Baustile auseinandergesetzt. Gut gegen den Regen geschützt, wurde sie von Dr. Schaar in einer Fahrradrikscha auf der Tour gefahren. Diese ging von architektonischen Kleinoden und Höhepunkten bis zu den großen Künstlervillen von Richard Riemerschmid und Carl Gussow. Die Teilnehmer lernten an den historisierenden Villen die typischen Besonderheiten der Merkmale des Exter-Baustils mit Türmchen, Erkern und Säulen kennen. Als Brückenschlag zur Moderne wurde abschließend das aktuelle Bauprojekt an der Lipperheidestraße besucht, bei dem in einem Neubaugebiet ca. 340 Mietwohnungen entstehen. Auf der etwa acht Hektar großen Fläche soll ein lebendiges Quartier mit Kindergarten und anderen Infrastruktureinrichtungen sowie „Freiraumnutzungen“ für bis zu 800 Menschen entstehen. Ein Umbruch, denn das Gebiet wurde bisher landwirtschaftlich genutzt.

Auch diese Veranstaltung ein großer Erfolg, Scheibe-Jäger und Dr. Schaar zeigten sich zufrieden: „Es hat sich gezeigt, dass ein großes Interesse der Bürgerinnen und Bürger an unseren Stadtviertel besteht. Wir werden so etwas auf jeden Fall öfter anbieten“ so fassten sie übereinstimmend zusammen.