Erststimme: Seija – Zweiststimme: SPD

SPD Pasing
17
SEP

Letztendlich spielte das Wetter dann doch noch mit, als am vergangenen Donnerstag die Pasinger SPD zur Wahlkampfkundgebung auf dem Pasinger Bahnhofsplatz aufrief. Neben Münchens 3. Bürgermeisterin Verena Dietl, dem Landtagsabgeordneten Florian Ritter und Stadtrat Christian Müller, sowie einer großen Anzahl von Unterstützern mit SPD-Fahnen, blieben auch die Passanten, die sonst eilig zwischen den Bahnsteigen und den Pasing Arcaden hin und her eilen, trocken, als sie stehenblieben, um zu hören, welche Pläne des Sozialdemokraten für die kommenden vier Jahre im Bundestag haben. 

Dass dabei auch Seija Knorr-Köning künftig eine wichtige Rolle spielen könnte, zeigen die aktuellen Wahlkreisprognosen. Erstmals seit 1972 könnte das Direktmandat im Münchner Westen wieder an die SPD gehen. In ihrer Rede umriss die 27-jährige Krankenschwester und junge Mutter ihre Themenschwerpunkte: „Als Pflegekraft bin ich jeden Tag mit unserem Gesundheitssystem konfrontiert. Ich weiß was gut läuft und auch was ich verändern möchte. Zum Beispiel die Abschaffung der Zwei-Klassen-Medizin durch eine einheitliche Bürgerversicherung für alle. Nur so ist auch die beste medizinische Versorgung für alle möglich. Und ich will, dass kein Kind mehr in Armut aufwachsen muss. Daher brauchen wir eine funktionierende Kindergrundsicherung!“

Unterstützung bekam sie dabei von ihrem 32-jährigen Kollegen aus dem Wahlkreis München-Land, Dr. Korbinian Rüger: „Ich will helfen, die Zukunft zu gestalten. Ich kämpfe für eine Gesellschaft des gegenseitigen Respekts. Eine Gesellschaft, in der sich alle auf Augenhöhe begegnen. Für eine Politik, die die materiellen Bedürfnisse der Menschen ernstnimmt und sich daran ausrichtet. Eine Politik, die die ökologische und digitale Transformation gestaltet und die die Menschen dabei mitnimmt. In eine bessere Zukunft für alle. Zukunft passiert nicht einfach, sondern Zukunft wird gemacht.“

Als weiterer Redner des Nachmittags war der Generalsekretär der SPD Bayern, Arif Taşdelen, aus Nürnberg nach Pasing gekommen: „Haben alle junge Menschen die gleichen Chancen, Bildung und Wohlstand zu erlangen? Zumindest in Bayern ist es noch ein weiter Weg, bis Chancengleichheit erreicht ist. Wachsende Bildungsansprüche, die Globalisierung von Wirtschaft und Arbeitsmärkten und der demografische Wandel sind dabei große Herausforderungen. Wir müssen die beste Jugendpolitik machen, die denkbar ist. Seija Knorr-Köning und Korbinian Rüger sind beide selbst noch jung genug, um diese Perspektive in den Bundestag einzubringen. Aber letztlich wird es wichtig sein, wer die nächste Bundesregierung führen wird. Es kommt auf den Kanzler an und wer Olaf Scholz will, muss dafür mit beiden Stimmen SPD wählen.“

Auch aus Berlin gab es Unterstützung. Linda Henke und Samuel Brielmaier von der überparteilichen Graswurzelorganisation „Brand New Bundestag“ warben für Seija Knorr-Köning: „Mit Ihrer Erststimme für Seija Knorr-Köning können sie eine weitere progressive Stimme aus dem Münchner Westen in den nächsten Bundestag schicken. Als Krankenschwester weiß sie, dass Respekt mehr bedeutet als klatschen vom Balkon. Es gehören auch gerechte Bezahlung und berufliche Absicherung dazu. Die Kandidaten von Grünen, FDP und Linken sind ohnehin über die Listen ihrer Parteien abgesichert.“

Der rege Zuspruch der Bürgerinnen und Bürger bei der Kundgebung erklärt dann auch, warum die Aussichten für die SPD doch so viel sonniger sind, als manche das noch vor Monaten erwartet hatten.

Alle Reden der Kundgebung hier auf YouTube…