Das Bild der Bundeswehr in der Gesellschaft

SPD Pasing
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FEB

Donnerstag, 17. Februar 2022 um 19.30 Uhr. Online über Zoom. Anmeldungen unter spdinfo@spd-pasing.de

Soldat:innen helfen in den Gesundheitsämtern und Impfzentren, in den Medien mehren sich Meldungen über die Bundeswehr. Lange hat die deutsche Armee in der Öffentlichkeit keine so große Rolle mehr gespielt wie in der Coronakrise. Vorher war sie für viele fast ganz von der Bildfläche verschwunden. Woran liegt das und wie steht es um unser Verhältnis zur Truppe? Als im Oktober Soldaten in Uniform beim Großen Zapfenstreich mit Fackeln vor dem Reichstagsgebäude entlang ziehen, um den rund 90.000 Soldat:innen zu danken, die in den vergangenen 20 Jahren in der Bundeswehrmission in Afghanistan im Einsatz waren, ist das ein Bild, das bei vielen für Unbehagen sorgte. Ein Zeichen wie weit sich viele von der demokratischen Parlamentsarmee entfremdet haben. Gleichzeitig werden immer wieder Fälle von rechtsextremen Aktivitäten und Netzwerken in der Armee aufgedeckt.

Bild: Wikimedia Commons/Lupus in Saxonia (CC-BY-SA-4.0)

Tatsächlich ist die Rolle und Funktion der Bundeswehr seit dem Ende des Kalten Krieges nie Gegenstand eines umfassenden Diskurses gewesen. Als Ursache hierfür wird unter anderem immer wieder die fehlende Bereitschaft zur Befassung mit dem Phänomen Krieg und Tod in einer nicht unmittelbar militärisch bedrohten Gesellschaft genannt.

Bei unserer Mitgliederversammlung im Februar wollen wir daher die verschiedenen Aspekte im Verhältnis der Bundeswehr zur Gesellschaft beleuchten und diskutieren. Als Referent steht uns dabei Tino Jänicke, Berater für Strategie und Verteidigung bei Johannes Arlt, MdB, zur Verfügung. Tino Jänicke ist Berufsoffizier der Luftwaffe, studierte 2009-2014 Staats- und Sozialwissenschaften an der Universität der Bundeswehr München und war dabei dabei Mitglied im Fakultätsrat und im Studentischen Konvent. Seit April 2020 ist er Kompaniechef in Mecklenburg Vorpommern, zuvor diente er u.a. als Fachdezernent, Pressesprecher und Adjutant.