Vergabe von Straßennamen für zwei Pasinger Bürger

SPD Pasing
9
MAI

Zwei verdienten Pasinger BürgerInnen wird im Zuge der Straßenbenennung im Neubaugebiet Paul-Gerhardt-Allee posthum eine besondere Ehre zuteil. Nicht zuletzt aufgrund der Initiative unserer Fraktion im Bezirksausschuss aus dem Jahr 2013 wird es zukünftig eine Franz-Langinger-Straße sowie eine Erna-Eckstein-Straße geben. Auf Grundlage ihrer Lebensleistung und auch wegen ihres Widerstandes gegen das Naziregime ist dies vom Stadtrat der Landeshauptstadt München am 01.02.2018 so beschlossen worden.

Weitere Straßen in diesem Neubauebiet werden wie folgt lauten:

  • Rhea-Lüst-Straße
  • Hermine-von-Parish-Straße
  • Angela-Molitoris-Platz
  • Angela-von-den-Driesch-Weg

Einen Kurz-Lebenslauf der Namensgeber sowie eine Karte des Neubauviertels finden Sie hier: Straßennamenvergabe im Neubaugebiet Paul-Gerhardt-Allee.

Natürlich freuen wir uns besonders über die Ehrung unseres Genossen Franz Langingers, der in der Nähe des jetzigen Neubaugebiets wohnte.


Bürgersprechstunde mit Florian Ritter, MdL

Florian Ritter
9
APR

Der Pasinger SPD-Landtagsabgeordnete Florian Ritter lädt am Freitag, den 13. April zur Bürgersprechstunde ein. Von 16 bis 18 Uhr beantwort Florian Ritter im SPD-Bürgerbüro in der Alten Allee 2 Ihre Fragen und steht für Ihre Anliegen zur Verfügung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Günter Eppeneder feierte 90. Geburtstag

19
FEB

Die Pasinger SPD feiert ihren langjährigen Vorsitzenden Günter Eppeneder, der am vergangenen Freitag 90 Jahre wurde. Eppeneder führte den Pasinger Ortsverein 17 Jahre lang von 1973 bis 1990, oftmals durch bewegte und schwierige Zeiten. Die amtierende Ortsvereinsvorsitzende Franziska Messerschmidt schrieb dazu in ihrer Grußbotschaft: „Dein Verdienst, lieber Günter, ist es, die Pasinger SPD in oftmals turbulenten Zeiten, mit Deiner offenen und geradlinigen Art geführt zu haben. Deine Weggefährten erinnern sich auch heute noch gerne an diese Zeit!“

Eppeneder, gelernter Kesselschmied, Bundesbahn-Betriebsinspektor und stellvertretender Personalratsvorsitzender im Eisenbahnausbesserungswerk Neuaubing trat 1961 in die SPD ein und war Mitinitiator der ersten Planungen zur Umgestaltung des Pasinger Zentrums. Ehrenamtlich engagierte er sich von 1972 bis 1990 im Pasinger Bezirksausschuss und war Aufsichtsratsvorsitzender und Vorstand der Heimstättenbaugenossenschaft an der Gräfstraße. Für dieses Engagement wurde er u.a. mit der Medaille „München leuchtet“, der Thomas-Wimmer- und der Willy-Brandt-Medaille ausgezeichnet. In der 2013 erschienenen Sammlung von Portraits „Menschen in Pasing“ wurde sein Lebenswerk unter dem Titel „Der rote Günter“ gewürdigt.

Zu seinem Geburtstag gratulierte die Pasinger SPD mit einer kleinen Delegation aus ehemaligen Mitstreitern um die ehemaligen Ortsvereinsvorsitzenden Reinhard Sajons und Richard Roth. Bei einem demnächst stattfindenden Festessen wird sich dann noch mehr Gelegenheit ergeben, alte Geschichten zu erzählen, aber auch die aktuelle politische Lage zu analysieren und zu diskutieren.

Günter Eppeneder mit den ehem. Ortsvereinsvorsitzenden Richard Roth (links) und Reinhard Sajons

Zukunftsforum: Die Fenster weit auf für frische Ideen

12
FEB

„Können wir  Geschichten nur über Vergangenes erzählen, oder auch über Dinge, die noch in der Zukunft liegen? Nicht umsonst beginnen die meisten Märchen mit ‚es war einmal…‘“. Mit dieser Frage leitete der Literaturwissenschaftler und SPD-Landtagskandidat für München-Mitte, Dr. Michael Ott, das Treffen des Zukunftsforums der Pasinger Sozialdemokratie am vergangenen Donnerstag ein. Das Zukunftsforum hatte unter dem provokanten Titel „Klassenkampf und kalter Kaffee“ die Frage nach der Erzählung gestellt, die die Sozialdemokratie ins 21. Jahrhundert tragen kann. Offenbar traf das Zukunftsforum damit den Nerv der Zeit, denn der Einladung folgten so viele Parteimitglieder und Gäste, dass zusätzlich noch Stühle in den Saal getragen werden mussten.

„Was wir Zukunft nennen, ist in Wahrheit nur eine Projektionsfläche, die mit unterschiedlichen Gedanken und Gefühlen bespielt wird. Es ist immer eine Frage der Perspektive, ob wir in der Zukunft Krisen oder Chancen sehen. Dem Zukunftsforum als Projekt der Pasinger SPD räumen wir allein schon deshalb viele Chancen ein, da es ein öffentliches Gesprächsforum ist, zu dem alle Bürgerinnen und Bürger, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Partei, herzlich eingeladen sind.  Ziel ist des Zukunftsforums der Pasinger SPD ist es, im wahren Sinne des Wortes Politik  zu machen: Argumente einzubringen, von anderen zu lernen, Verständnis zu entwickeln und mitzugestalten. “, so die Pasinger SPD-Vorsitzende Franziska Messerschmidt in ihrer Begrüßung.

Und so wurde dann auch intensiv und teilweise hitzig diskutiert, was die SPD heute ausmacht und wofür sie sich in Zukunft stark machen soll. Vor allem die Herausforderungen der Digitalisierung und der Wandel der Arbeitswelt standen im Mittelpunkt vieler Redebeiträge. Auf diesen Wandel eine sozial verträgliche Antwort zu finden sei die Aufgabe der Stunde. Dies sei auch der Anknüpfungspunkt zur Geschichte der alten Arbeiterpartei, die aus einem Auseinanderbrechen der Gesellschaft nach den Umbrüchen der industriellen Revolution entstanden sei.

Raoul Koether, einer der Moderatoren des Zukunftsforums, nannte genau dies auch als seinen persönlichen Grund, warum er SPD-Mitglied geworden sei: „Es geht um das Versprechen dieses reichen Landes an seine Bürger: Keiner bleibt allein, keiner wird zurückgelassen.“ Und für die München-Partei SPD präzisierte er: „Ich will in einer Stadt leben, in der es erschwinglichen Wohnraum für alle gibt, aber nicht alles zubetoniert wird, in der junge Eltern einen Kindergartenplatz finden, aber Erzieherinnen und Erzieher nicht nur mit der Freude an ihrer Aufgabe bezahlt werden, in der ich in meiner Lederhosen nicht blöd angeredet werde, aber meine Nachbarin im Kopftuch auch nicht.“

Kernforderungen der Teilnehmer, unter anderem der Bezirksrätin Katja Weitzel, waren daher auch der Ruf nach Solidarität und Zusammenhalt, einer gerechten Chancenverteilung, Emanzipation und echter Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger an den Entscheidungen der Politik.

Daniel Wiegand, ebenfalls Moderator des Zukunftsforums, erläuterte das weitere Vorgehen mit den Ideen des Abends: „Uns ist es wichtig, dass nicht nur einfach geredet wird, sondern dass am Ende auch etwas dabei herauskommt. Die Ergebnisse der Veranstaltungen des Zukunftsforums werden immer zusammengefasst und auf der Homepage http://zukunftsforum.spd-pasing.de sowie auf unserer Facebook-Seite öffentlich zur Diskussion gestellt. Danach werden sie in die verschiedenen Parteigremien in München, Bayern und dem Bund eingebracht. Es geht darum, neue Formen der politischen Bürgerbeteiligung zu ermöglichen, und zwar unabhängig von Geschlecht, Alter oder Parteimitgliedschaft; in öffentlichen Diskussionen wollen wir die besten Ideen sammeln und in den politischen Prozess hineintragen, natürlich immer transparent und für alle nachvollziehbar.“

Dieses neue und offene Format fand offenbar Anklang unter den Gästen, von denen es einer so ausdrückte: „Ich hätte nicht gedacht, dass in einer Partei so offen und gut diskutiert wird. Das ist toll. Wenn bei mir zu Hause die Luft schlecht wird, dann mache ich auch nicht alles dicht, sondern reiße das Fenster weit auf!“

Impressionen des Abends finden Sie hier.


Zusammenhalt und 100 Jahre Freistaat bestimmten Jahresempfang der SPD im Münchner Westen

6
FEB

Am Donnerstag, den 1. Februar, lud die SPD ehrenamtlich Engagierte und Mitglieder der Vereine im Münchner Westen zu ihrem traditionellen Jahresempfang ein. Die Veranstaltung fand im Jagdschloss in der Alten Allee unweit des SPD-Bürgerbüros statt. Hauptredner war dieses Jahr der Fraktionsvorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, Markus Rinderspacher. Für einen beschwingten Ausklang des Abends sorgte die Laimer Faschingsgesellschaft mit Prinzenpaar, Garde und Männerballet. 

Inhaltlich blickte die SPD an dem Abend sowohl vor als auch zurück. Im Oktober stehen die Landtags- und Bezirkstagswahlen im Freistaat an. Am 8.November feiert aber auch der vom Sozialdemokraten Kurt Eisner ausgerufen Freistaat einen runden Geburtstag. 

Foto (vlnr): Constanze Söllner-Schaar, Stadträtin; Florian Ritter, MdL; Katja Weitzel, Bezirksrätin; Christian Müller, Stadtrat; Markus Rinderspacher, MdL; Verena Dietl, Stadträtin; Gerhard Mayer, Stadtrat

Kurzweilig, mit einigen kleinen Anekdoten versehen, nahm Markus Rinderspacher die fast 150 Anwesenden mit zurück in den November des Jahres 1918, als aus der sozialdemokratischen Familie heraus die größte politische Kundgebung auf bayerischem Boden auf der Münchner Theresienwiese organisiert wurde. Hunderttausend kamen zur Friedensdemonstration. Am Ende stand die Ausrufung des Freistaats, mit dem legendären Satz Kurt Eisners, ein jedes Leben soll heilig sein, für Rinderspacher eine Vorwegnahme der Garantie der Menschenwürde, mit der das Grundgesetz beginnt. 

Für den Fraktionsvorsitzenden kommen die ganzen Helden der demokratischen Geschichte des Freistaats weiterhin zu kurz. Mit wenigen Ausnahmen sind die Männer und Frauen, die den Weg für den modernen Verfassungsstaat legten oder gegen die Nazis standen, weitgehend unbekannt. Während in vielen Städten die Monarchie weiter omnipräsent ist, selbst der Landtag tagt im „Maximilianeum“ gibt es, wie das Beispiel Kurt Eisner zeigt, für demokratischen Vorbilder bestenfalls Nebenstraßen und so gut wie keine Denkmäler. 

Rinderspacher verwies hier auf Frankreich und Vereinigten Staaten von Amerika, wo die Demokratie nicht nur im Verstand, sondern auch im Herzen verankert sei. Das sei auch einer der Beweggründe gewesen, den 8.November dieses Jahres als einmaligen Feiertag vorzuschlagen, so hätten mehr Menschen etwas davon, als vom einem Staatsempfang des Ministerpräsidenten. 

Und die Demokratie im Herzen der Menschen wieder mehr zu verankern, sei angesichts der bedrohlichen Lage durch Politiker wie Orban, Trump, Le Pen oder Wilders, denen Menschenrechte oder die Gewaltenteilung egal seien, wichtiger denn je. Demokratie müsse aber mehr sein als nur ein Bollwerk gegen Nationalismus oder Totalitarismus, es müsse vor allem darum gehen, den Menschen wieder mehr Beachtung zu schenken und besser zuzuhören. Deshalb warnte er mit Blick auf die aktuellen Koalitionsverhandlungen davor, die dort erzielten Fortschritte etwa für Rentnerinnen und Rentnern oder Azubis gering zu schätzen. 

Florian Ritter, Landtagsabgeordneter aus dem Münchner Westen, betonte, dass es Politikerinnen und Politikern darauf ankommen müsse, bei allem notwendigen Streit den Zusammenhalt nicht aus den Augen zu verlieren. Zentrale Aufgabe der Politik sei es auch, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu bewahren. Ritter wandte sich deutlich gegen Versuche populistischer Gruppen und Parteien die Menschen in unserem Land aufzuhetzen und zu spalten. Zusammenhalt sei nur möglich, wenn Menschen weder kulturell noch sozial ausgegrenzt werden. Er verwies dabei auch auf das Zusammenleben in den Stadtvierteln. Dort wisse jeder, dass Toleranz und Respekt den eigenen Nachbarn gegenüber die Grundlagen für ein gutes Miteinander sind. Ritter, im vergangenen Jahr zum Vorsitzenden der SPD Oberbayern gewählt, betonte, wie wichtig für diesen Zusammenhalt die Arbeit der Vereine und das ehrenamtliche Engagement sei. Ohne sie könne eine Gesellschaft nicht funktionieren.

Bezirksrätin Katja Weitzel blickte zum Thema Zusammenhalt vor allem auf das Thema Wohnen. In der Bayerischen Verfassung stehe deutlich der Anspruch auf eine angemessene Wohnung für jeden Bewohner des Freistaates. Artikel 106 macht den Bau billiger Volkswohnungen zur Aufgabe des Staates und Gemein
den. Dem Bezirk sind dabei besonders die psychisch kranken Menschen anvertraut, die auf dem normalen Wohnungsmarkt keine Chance hätten. In ihrer Tätigkeit als Beraterin von Mietern ist sie oft, so Weitzel, mit vielen gefühlten Ungerechtigkeiten konfrontiert, die aber dennoch gesetzlich (noch) zulässig seien. Auch sei es ein Unding, dass der designierte Ministerpräsident 30.000 geschützte Wohnungen aus den staatlichen Wohngesellschaften dem freien Markt überlassen habe. 

Neben den Rednern standen an dem Abend auch noch die Stadträte Christian Müller, Verena Dietl und Constanze Söllner-Schaar, sowie einige Vertreterinnen und Vertreter der Bezirksausschüsse den Ehrenamtlichen für die eine oder andere Anregung oder Sorge zur Verfügung. 

Zum Abschluss des Abends übernahm der Laimer Faschingsverein um Präsidentin Christine Rygol und das Prinzenpaar Ann-Marie I und Michael II. die Regentschaft im Saal und zeichneten die Mandatsträger mit dem traditionellen Faschingsorden aus. Prinzen-Garde und Männerballett brachten mit Showeinlagen den Saal im Jagdschloss zum Kochen.

Impressionen des Abends finden Sie in unserer Bildergalerie.