Sind wir Recycling-Weltmeister? – Über Recyclingmärchen und Quotenzauber

SPD Pasing
29
SEP

Mittwoch, 9.10.2019, 19.00 Uhr: Alte Allee 2, 81245 München

Referent: Helmut Schmidt, Werkleiter a.D. Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM)

Gemäß der Definition des Kreislaufwirtschaftsgesetzes ist “Recycling (…) jedes Verwertungsverfahren, durch das Abfälle zu Erzeugnissen, Materialien oder Stoffen entweder für den ursprünglichen Zweck oder für andere Zwecke aufbereitet werden; es schließt die Aufbereitung organischer Materialien ein, nicht aber die energetische Verwertung und die Aufbereitung zu Materialien, die für die Verwendung als Brennstoff oder zur Verfüllung bestimmt sind”.

Deutschland nennt sich gern Recycling-Weltmeister. Zwar sind wir in vielen Punkten führend beim Recycling. Doch werden die Recycling-Quoten wirklich realistisch ermittelt? Durch separate Erfassung und Sortierung ist noch lange kein Recycling erreicht. Und beim Export in asiatische Länder, die über keine geeigneten Recycling-Technologien verfügen, findet ebenfalls kein Recycling statt. Tatächlich gelangen weniger als 15 % der Abfälle als Sekundärrohstoffe in neue Produkte. Was müsste sich in Europa und Deutschland ändern, um wirklich zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft zu kommen?

Helmut Schmidt, langjähriger Werkleiter des AWM wird darüber berichten, wo Recycling bereits gut funktioniert und was noch geändert werden müsste, damit eine umfassende Kreislaufwirtschaft entstehen kann. Besonders eingehen wird er auf die EU-Kreislaufwirtschaftsstrategie, das deutsche Verpackungsgesetz und ob München eine gelbe Tonne für Verpackungen braucht.


Exter, Borst und Lipperheide – von der historisierenden Villencolonie II zum urbanen Wohnquartier

SPD Pasing
29
SEP

Mit diesem Interesse hatte niemand gerechnet. Trotz strömenden Regens nahmen mehr als 50 Interessenten an dieser Veranstaltung zum Denkmalschutz im SPD-Bürgerbüro in der Alten Allee teil. Wirken der Architekten August Exter und Bernhard Borst reichte der Platz im Bürgerbüro kaum aus. Neben der Entwicklung der Villenkolonie II erfuhren die Teilnehmer von den Umbrüchen in Architektur und Wohnungsbau in der Zeit um 1900 und damit über das Wirken von August Exter und Bernhard Borst.

Angela Scheibe-Jäger, Obermenzingerin und Geschichtsbegeisterte Bürgerin hat sich intensiv mit der Geschichte des Viertels und den Besonderheiten der Baustile auseinandergesetzt. Gut gegen den Regen geschützt, wurde sie von Dr. Schaar in einer Fahrradrikscha auf der Tour gefahren. Diese ging von architektonischen Kleinoden und Höhepunkten bis zu den großen Künstlervillen von Richard Riemerschmid und Carl Gussow. Die Teilnehmer lernten an den historisierenden Villen die typischen Besonderheiten der Merkmale des Exter-Baustils mit Türmchen, Erkern und Säulen kennen. Als Brückenschlag zur Moderne wurde abschließend das aktuelle Bauprojekt an der Lipperheidestraße besucht, bei dem in einem Neubaugebiet ca. 340 Mietwohnungen entstehen. Auf der etwa acht Hektar großen Fläche soll ein lebendiges Quartier mit Kindergarten und anderen Infrastruktureinrichtungen sowie „Freiraumnutzungen“ für bis zu 800 Menschen entstehen. Ein Umbruch, denn das Gebiet wurde bisher landwirtschaftlich genutzt.

Auch diese Veranstaltung ein großer Erfolg, Scheibe-Jäger und Dr. Schaar zeigten sich zufrieden: „Es hat sich gezeigt, dass ein großes Interesse der Bürgerinnen und Bürger an unseren Stadtviertel besteht. Wir werden so etwas auf jeden Fall öfter anbieten“ so fassten sie übereinstimmend zusammen.


Führung zu den Naturdenkmälern im Münchner Westen

Rüdiger Schaar
29
SEP

Gut 30 Teilnehmer hatten sich mit ihrem Fahrrad am Sonntagmorgen an der Regensteiner Linde am Pasinger Rathausplatz eingefunden. Ob das Wetter lten würde? Martin Hänsel vom Bund Naturschutz und Dr. Rüdiger Schaar vom Bezirksausschuss Pasing Obermenzing und vor allem die Besucher ließen sich nicht beirren und „erradelten“ sich zunächst vier „Baumpersönlichkeiten“ vom Pasinger Stadtpark bis zum Schloss Blutenburg entlang der Würm.

Bei mehr als trübem Wetter fanden sich am 08.09. mehr als 30 Teilnehmer*innen mit ihren Fahrrädern an der Regensteiner Linde am Pasinger Rathausplatz ein. Martin Hänsel vom Bund Naturschutz und Dr. Rüdiger Schaar vom Bezirksausschuss Pasing Obermenzing und vor allem die Besucher ließen sich von den dunklen Wolken nicht beirren und „erradelten“ sich zunächst vier „Baumpersönlichkeiten“ vom Pasinger Stadtpark bis zum Schloss Blutenburg entlang der Würm.

Der gelernte Forstwirt Martin Hänsel beschrieb anschaulich die Eigenschaften und Merkmals der Baumarten Linde, Esche und Kastanie sowie die Veränderungen, denen die Bäume durch Schädlinge, den Menschen und den Klimawandel ausgesetzt sind.

Aus seiner Erfahrung aus der Kommunalpolitik heraus stellte Dr. Rüdiger Schaar die Bedeutung der Naturdenkmäler und des Baumbestandes für das Mikroklima einer Großstadt dar. Ausführlich diskutiert wurde, in welchem Spannungsfeld sich der Erhalt der „Grünausstattung“ in einer wachsenden Stadt mit zunehmender Verdichtung befindet. Auch eine kritische Analyse der bisher erreichten Verbesserungen beim Baumschutz und die Herausforderungen, die sich durch das „Baumsterben 2.0“ ergeben, wurde nicht Trotz nun verstärkt einsetzendem Regen nahmen noch einige Teilnehmer den Weg zum Nymphenburger Schlosspark auf sich, um sich dort von Buchen, Eichen und Eiben verzaubern zu lassen. Ein begeisterter Teilnehmer aus Pasing fand am Ende die richtigen Worte: „Es war eine großartige Tour. Vielen Dank!“


Töne im Tunnel 2019

Rüdiger Schaar
23
SEP

Schon seit vielen Jahren fördern und unterstützen die Pasinger SPD und ihre Mitglieder Kunst und Kultur in Pasing. Manchmal sind wir aber auch einfach nur begeisterte Besucher, wie kürzlich bei den „Tönen im Tunnel“ unter den Eisenbahngleisen am Hermann-Hesse-Weg.

Bereits seit Jahren präsentiert das Kulturforum München-West e. V. im Rahmen der „Nacht der Umwelt“ musikalische Erlebnisse an einem ungewöhnlichen Ort. In diesem Jahr war der Digeridoo-Spieler Bernhard Pfeil zu Gast. Seine eindrucksvollen Klänge wurden umrahmt von einer Lichtinstallation des Lichtkünstlers Peter Pich. Dabei entstanden die eindrucksvollen Bilder, die Dr. Rüdiger Schaar, SPD-Mitglied in den Unterausschüssen Umwelt und Kultur des BA 21, uns zur Verfügung gestellt hat.

Rüdiger Schaar: „Bereits zum achtzehnten Mal veranstaltete die Landeshauptstadt München die Nacht der Umwelt. Wir in Pasing-Obermenzing haben großes Glück, jedes Jahr in den Genuss der „Töne im Tunnel“ zu kommen, einer besonderen Symbiose aus Musik, Licht und dem Rauschen der Lebensader Würm, die unseren Stadtbezirk durchfließt!“


Die Pracht der Stadtbäume erleben

Rüdiger Schaar
1
SEP

Tag des offenen Denkmals: Radtour zu Naturdenkmälern im Münchner Westen mit Dr. Rüdiger Schaar 

Sonntag, 8.9.2019, 10 – 13 Uhr, Treffpunkt: Pasinger Rathaus, Ecke Bäckerstr./Landsberger Straße, Länge: ca. 25 km (mit dem eigenen Fahrrad und längeren Fußetappen

Mächtige alte Bäume prägen das Stadtbild an vielen Stellen zwischen Würm und Nymphenburger Schlosspark. Genauso wie denkmalgeschützte Häuser oder Bauwerke geben sie der Stadt ein unverwechselbares Gesicht. Mit den „Baum-Methusalems“ sind Geschichten und persönliche Erlebnisse mehrerer Menschen-Generationen verbunden. Im Münchner Stadtgebiet sind mehr als einhundert Einzelbäume und Baumgruppen als Naturdenkmal besonders geschützt, aber nur wenige Bürgerinnen und Bürger kennen sie. Bei einer Radtour zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, den 8. September 2019, besuchen Dr. Rüdiger Schaar, Mitglied im Unterausschuss Kultur und Umwelt des Bezirksausschusses Pasing Obermenzing (SPD) und Martin Hänsel, stellvertretender Geschäftsführer des BUND Naturschutz in München, ausgewählte Naturdenkmäler zwischen Würm und Nymphenburger Schlosspark und stellen die Bäume mit Besonderheiten, ihre Bedeutung für die Stadt und erzählen Geschichten zu diesen „Baumpersönlichkeiten“.