SPD Pasing wählt neuen Vorstand

8
SEP

Christa Weigl-Schneider und Raoul Koether führen als erste Doppelspitze seit 126 Jahren den SPD Ortsverein Pasing in den kommenden zwei Jahren. Die 66-jährige Rechtsanwältin für Familienrecht und der 44-jährige Krisenprojektmanager wurden auf der Jahreshauptversammlung am 3. September mit eindrucksvoller Mehrheit als Nachfolgerin von Franziska Messerschmidt gewählt, die nicht erneut kandidierte. Beide neuen Vorsitzenden sind vielfältig ehrenamtlich engagiert und seit Jahrzehnten mit dem Stadtviertel verbunden. Christa Weigl-Schneider: „Unser Anliegen ist es vor Ort präsent zu sein und als Pasinger SPD ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger zu haben, genauso wie für unsere Mitglieder.“ Raoul Koether ergänzt: „In den kommenden zwei Jahren ist es uns wichtig die aktuellen Themen unseres Stadtviertels, aber auch für München, Bayern und darüber hinaus zu bewegen. Wir freuen uns auf spannende Diskussionen mit allen Pasingerinnen und Pasingern.“

Ergänzt wird das neue Vorstandsteam durch die Stellvertreter Marcus Krupar, Stadtrat Christian Müller und Alexander Parasidis. Als Schriftführer wurde Sebastian Raguse und als Kassierin Viola Drewanz wiedergewählt. Neue Beisitzer sind Peter Behrendt, Onat Cibooglu, Barbara Drescher, Walburga Gerstmayr, Marlene Görsch, Maximilian Heilmeier, Daniela Hümmer, Robert Hümmer, Richard Roth, Dr. Rüdiger Schaar, Dr. Constanze Söllner-Schaar und Christian Steinau. Ebenfalls als Beisitzerin gewählt wurde die bisherige Ortsvereinsvorsitzende und 2. stellv. Vorsitzende des Bezirksaussschuß 21 Pasing-Obermenzing, Franziska Messerschmidt. Die neuen Vorsitzenden dankten ihrer Vorgängerin für ihre zeitintensive und professionelle Arbeit in den vergangenen sechs Jahren und überreichten im Namen der Pasinger SPD ein kleines Geschenk.


Jusos im Münchner Westen wollen Bismarck in neuen Kontext setzen

22
JUL

Die kritische Auseinandersetzung mit Denkmälern im öffentlichen Raum hat in den vergangenen Wochen neue Aktualität gewonnen, so auch in Pasing, wo ein Reiterstandbild Otto von Bismarcks als Brunnenfigur auf dem Wensauerplatz steht.

Wenige Monate vor Ausbruch des 1. Weltkrieges enthüllten deutschnationale Bürger*Innen in Pasing den Bismarckbrunnen, versehen mit der Inschrift „In trinitate robur“, in der Dreieinigkeit liegt die Kraft. Damit wurde auf die Gründung des deutschen Kaiserreiches unter Führung Preußens als Folge des Krieges mit Frankreich 1870/71 Bezug genommen. Anders als damals, kann die Figur Otto von Bismarcks heute jedoch nicht mehr so unkritisch betrachtet werden: auch die Verfolgung von Sozialist*Innen, Katholik*Innen und der Beginn des deutschen Kolonialismus sind mit Bismarcks Namen eng verknüpft.

Die Jusos im Münchner Westen machten darauf mit einer Aktion am vergangenen Samstag, 25. Juli 2020, aufmerksam und forderten, das Denkmal in einen neuen Kontext zu stellen. „Denkmäler dienen der Erinnerung an historische Ereignisse, deren Bewertung sich mit der Zeit ändern kann“, so Onat Cibooglu, Sprecher der Pasinger Jusos im Regionalverband West. „Historische Personen und Ereignisse müssen in einer demokratischen Gesellschaft in einem demokratischen Bezug stehen“, so der 20-jährige Student der Wirtschaftswissenschaften an der LMU weiter.

Die Jusos fordern daher die Kommunalpolitiker*Innen im Bezirksausschuß Pasing-Obermenzing und im Münchner Stadtrat auf, sich mit der Figur Bismarcks kritisch auseinanderzusetzen und das Brunnendenkmal, z.B. durch eine erläuternde Tafel, eine per QR-Code abrufbare Audiodatei oder eine künstlerische Umgestaltung des Brunnenumfelds in einen neuen, erweiterten historischen Kontext zu stellen. Diese Auseinandersetzung soll in einem offenen Dialog mit den Bürger*Innen stattfinden, zu dem die Jusos mit ihrer geplanten Aktion einladen.

Mit einem Vorschlag konnten die Jusos bei ihrer Aktion dabei bereits aufwarten: sie kontrastierten die reaktionäre und kriegsverherrlichende Brunneninschrift der „Dreieinigkeit“ mit den drei sozialdemokratischen Grundwerten „Freiheit, Gleichheit und Solidarität“ und kamen mit #BlackLivesMatter Aktivist*innen ins Gespräch.


Telefonsprechstunde der SPD-Pasing

28
JUN

Die Auswirkungen der Pandemie und die Spätfolgen des Lockdowns werden die Menschen in München und anderswo noch lange beschäftigen. Wirtschaft und Gesellschaft werden sich nur langsam von den Einschränkungen erholen. Die Unterstützung der Landeshauptstadt München für von den Schließungen und anderen Maßnahmen seit Mitte März betroffenen Bürger*innen ist weitreichend und umfänglich. Doch wohin kann ich mich Detailfragen wenden, wer hilft bei Mietfragen, wer, wenn der Arbeitgeber insolvent ist und wer kümmert sich? Unsere Genossin Christa Weigl-Schneider bietet ab sofort Freitags von 10 – 12 Uhr eine telefonische Sprechstunde für Fragen rund um die Corona-Maßnahmen an. (Keine medizinische oder juristische Beratung)

1. Termin: Freitag 3. Juli, 10 – 12 Uhr

Tel: 089/ 88998196


Christel Dill verstorben

28
MAI

Die SPD im Münchner Westen betrauert den plötzlichen Tod unserer Genossin Christel Dill. Sie war ein Mensch, der sich ein Leben lang für die Belange von Schwachen, Minderheiten, insbesondere aber für Frauen-Interessen mit hohem Engagement eingesetzt hat. Sie hinterlässt – nicht nur als Seniorenbeirätin – eine große Lücke, die nicht zu ersetzen ist. Ihrem Mann und Ihren Angehörigen wünschen wir viel Kraft, den schweren Verlust zu bewältigen.

Christel Dills Engagement auf allen Ebenen, sowohl beruflich – im Sozialreferat – als auch in ihren vielen Funktionen, war in jeder Hinsicht politisch und während ihrer Arbeit als Sozialpädagogin auch gewerkschaftlich geprägt. Sie hatte noch so viel vor und fehlt uns sehr.

Angelica Hagenstein, ehemalige Vorsitzende des Gesamtpersonalrats der Landeshauptstadt München erinnert sich: “Ich habe mit ihr seit sehr vielen Jahren in der ÖTV, – seit den 70iger Jahren – um bessere Arbeitsbedingungen für unsere Kolleg*innen bei der LHM gestritten und gekämpft. Wir waren uns in guten und schlechten Diskussionen immer verbunden.”

Die Beisetzung findet im engen Familienkreis statt.


Konstituierende Sitzung des BA 21 Pasing-Obermenzing

20
MAI

Wir gratulieren unserer Vorsitzenden herzlich zur einstimmigen Wahl zur 2. stellvertretenden BA-Vorsitzenden. Unsere Fraktion hatte entschieden, Franziska Messerschmidt auch für den Vorsitz und die erste Stellvertretung aufzustellen, statt nur die Stimmzettel ungültig zu machen. Als Sozialdemokratinnen sind wir dies auch unseren Wählerinnen schuldig. Vorangegangene Verhandlungen zur Übernahme des Vorsitz scheiterten leider zum einem am nicht annehmbaren Angebot der Grünen sowie an einem plötzlichen Umschwenken der CSU. Dennoch haben wir die von uns gewünschten Ausschüsse besetzen können und auch Evelyn Lang als Kinderbeauftragte durchsetzen können. Franziska Messerschmidt betonte in Ihrer Bewerbungsrede die Bedeutung der Kommunalpolitik für die moderne Demokratie und die Verantwortung, die damit einhergeht. “Mein Ziel ist die Umsetzung eines “Pasing-Obermenzing-Plans 2026″, der die Vorhaben aus unserem Programm umsetzt. Hierzu möchte ich eine Übereinstimmung über alle demokratischen Fraktionen hinweg erreichen.” so führte sie aus. Der dann gewählte Vorsitzende der CSU konnte dem nur zustimmen. Franziska Messerschmidt erhielt immerhin zehn Stimmen bei der Wahl zur Vorsitzenden.

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